Tierschutz beginnt nicht erst dort, wo Tiere in Not geraten. Er beginnt in dem Moment, in dem wir Verantwortung übernehmen – für Lebewesen, die auf unsere Fürsorge angewiesen sind. Aus diesem Gedanken heraus hat unsere Schulgemeinschaft mit der diesjährigen Weihnachtsaktion das Stuttgarter Tierheim unterstützt.
In der Woche vor den Ferien fand zum zweiten Mal der von der SMV organisierte Weihnachtsbasar statt, bei dem durch den Verkauf z.B. von Kuchen, Waffeln, Punsch und Postkarten Spenden gesammelt wurden. Zusätzlich konnte gebastelt werden und es gab die Möglichkeit sich intensiver mit dem Thema Tierschutz auseinanderzusetzen und zu erfahren, wie z.B. artgerechte Kaninchenhaltung aussieht. Infoflyer und die Zeitschrift des Stuttgarter Tierheims informierten darüber, wie wichtig Tierheime für unsere Gesellschaft sind und welche besonderen Tierschutzaktionen es in der Stadt Stuttgart gibt (z.B. das Projekt Silberpfoten, das Stadttaubenprojekt, die Katzenhilfe u.v.m.) Der Weihnachtsgottesdienst am letzten Schultag gab der ganzen Spendenaktion noch einen festlichen Rahmen und hat die Tiere noch einmal in den Mittelpunkt gestellt und hoffentlich auch zum Nachdenken angeregt.
Am 10.1.2026 konnten die gesammelten Spenden nun offiziell an das Tierheim Stuttgart übergeben werden. Frau Hoffmann und ihr Tierschutzhund Andi haben an die Pressesprecherin des Tierheims Frau Veiel 1773, 05 Euro übergeben. Die Freude und Dankbarkeit war sehr groß.
Tierheime arbeiten oft am Limit, sowohl personell als auch finanziell. Sie kümmern sich um Tiere, die ausgesetzt wurden, aus schwierigen Verhältnissen stammen oder deren Besitzer sie nicht mehr versorgen können. Jedes einzelne Tier braucht medizinische Versorgung, Futter, Pflege – und vor allem Zuwendung. Ein Tierheim bietet aber nicht nur Schutz, sondern auch eine zweite Chance. Viele Tiere finden dort ein neues Zuhause. Gerade in einer Großstadt wie Stuttgart ist das Tierheim eine unverzichtbare Einrichtung, wird aber von der Stadt als Träger nicht einmal annähernd ausreichend finanziert. Ohne Spenden und ehrenamtliches Engagement wäre diese Arbeit kaum möglich. Deshalb ist es so wichtig, dass wir als Gemeinschaft hinschauen, unterstützen und Verantwortung übernehmen. Frau Veiel erzählte, dass das Tierheim gerade nach Silvester wieder sehr viele verletzte Tiere versorgt, die durch die unsägliche Böllerei in Panik geraten, flüchten, sich dabei verletzen oder sogar sterben (auch Tiere können in so einer Ausnahmesituation einen Herzinfarkt erleiden).
Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen der Weihnachtsaktion beigetragen haben, vor allem Frau Bleimling von der SMV, Frau Finkbeiner und Frau Bauer von der Fachschaft Religion, für die Organisation des Basars und des Gottesdienstes und für die Offenheit meiner Idee gegenüber, einmal den Tierschutz in den Mittelpunkt zu stellen. Ebenso ein großes Dankeschön den vier Mädels aus meiner 9A, die so engagiert Postkarten verkauft haben. Der Einsatz hat nicht nur dem Tierheim geholfen, sondern auch ein starkes Zeichen gesetzt: Mitgefühl und Solidarität sind Werte, die unsere Schulgemeinschaft lebt. Vielleicht ist diese Aktion sogar ein Anstoß, sich auch künftig für Tiere einzusetzen – sei es durch weitere Projekte, durch ehrenamtliche Mitarbeit oder einfach durch ein offenes Herz. Unsere Weihnachtsaktion zeigt, wie viel wir gemeinsam bewegen können. Sie macht deutlich, dass Tierschutz kein abstraktes Thema ist, sondern etwas, das uns alle betrifft. Tiere können nicht für sich selbst sprechen – aber wir können es für sie tun. Und wir können handeln: durch Spenden, durch bewusste Entscheidungen im Alltag (z.B. beim Einkauf oder unserer Ernährung) und durch Respekt gegenüber allen Lebewesen.
Tierschutz beginnt bei uns.
