Studienfahrt Marseille

Studienfahrt J1 24/25 -Marseille-

Unsere Reise nach Marseille verlief problemlos, keine Verspätung wie man sie von der Deutschen Bahn gewohnt ist, und die Stimmung im Zug war gut. Nach etwa neun Stunden kamen wir gegen 22:15 Uhr an. Nach einem kurzen Fußweg vom Bahnhof erreichten wir unser Hotel. Am nächsten Tag begann unser Programm mit einer ausführlichen Stadtbesichtigung. Besonders beeindruckend war der Besuch der Basilika Notre-Dame de la Garde, die auf einem Hügel über der Stadt liegt und entsprechend einen tollen Ausblick über Marseille und das Mittelmeer bietet. Diesen Hügel zu erklimmen, war bei Höchsttemperaturen von 29°C nicht ganz einfach, aber hat sich gelohnt. Eine weitere Sehenswürdigkeit, die wir uns als Gruppe angeschaut haben, war das Château d’If, ein ehemaliges Gefängnis auf einer Insel. Um es zu besichtigen, mussten wir zunächst mit dem Boot dorthin gelangen. Trotz sonnigem Wetter war die Bootsfahrt aufgrund eines erfrischenden Windes sehr angenehm. Schade war, dass die Geschichte des Château – natürlich – auf Französisch erzählt wurde, so dass einige von uns eine Synchronübersetzung benötigten. Daraufhin habe ich versucht ein bisschen Französisch zu lernen, und kann doch jetzt immerhin meinen Namen, mein Alter und meinen Wohnort nennen, außerdem anbieten ein Foto zu machen. Mehr ist eigentlich auch nicht nötig. Interessant ist noch zu erwähnen der Roman „Der Graf von Monte Christo“ von Alexandre Dumas, durch den das Château berühmt wurde.

Ebenfalls sehr gefallen hat uns der Besuch von Aix-en-Provence, wo wir die historische Altstadt mit ihren kleinen Gässchen, hübschen Läden, eine Kirche und einen Markt erkundeten. Hier hatten wir gute Gelegenheiten, ein paar regionale Mitbringsel einzukaufen. Der Besuch des Ateliers des berühmten Malers Paul Cézanne wurde uns leider verwehrt aufgrund von Bauarbeiten, was wir ja zur Genüge aus Stuttgart gewohnt sind. Zurück in Marseille hat sich ein Teil der Gruppe am Strand erholt und einige haben sich auch ins Wasser getraut. Schade fanden wir die Menge an Müll am Strand und auch im Wasser. Nichtsdestotrotz hatten wir viel Spaß. Abends haben wir uns in einem Restaurant am Hafen getroffen und gemeinsam gegessen, wobei die Franzosen ihr Angebot für die vegetarischen und veganen Touristen gerne noch etwas verbessern dürfen. Da wir unbedingt noch den Sonnenuntergang am Strand erleben wollten, stürzten wir uns anschließend noch einmal in die Metro und haben es auch noch rechtzeitig geschafft: ein sehr schöner Tagesausklang!

Natürlich durfte Sport auf unserer Studienfahrt auch nicht fehlen: Am Donnerstag bewanderten wir nach einer einstündigen Busfahrt, die Calanques d’en Vau. Nachdem uns der erste Bus von einer anderen Schulklasse vor der Nase weggeschnappt worden war, nutzten viele die Wartezeit um sich mit Proviant einzudecken, was in Anbetracht der zwar sehr schönen, aber auch sehr anstrengenden Wanderung sicher gut gewesen ist. An unserem Ziel, einer wunderschönen Bucht mit Felsen, angelangt, konnten wir uns dann endlich im Wasser abkühlen oder am Strand erholen. Trotzdem benötigten wir für den Rückweg noch einmal alle Reserven und waren zurück im Hotel ziemlich erschöpft. Die Stimmung und der Zusammenhalt in der Gruppe – Lehrerinnen eingeschlossen – waren während der Reise fantastisch, sodass wir diese Studienfahrt, nicht nur wegen der massenhaft geschossenen Fotos, in sehr guter Erinnerung behalten werden.