Am Donnerstag, dem 5. März 2026, besuchte unser Literatur- und Theater Kurs vom Fanny-Leicht-Gymnasium mit Frau Schuchert eine Probe des Theaterstücks „Der Hexer“ von Edgar Wallace.
Wir haben uns auf den Probenbesuch gefreut, da man dadurch erstmals einen Blick hinter die Kulissen werfen konnte. Außerdem war es interessant einmal den Ablauf einer Probe zu sehen und im Vergleich dazu, das fertige Stück im Nachhinein anzuschauen.
Wir trafen uns am Alten Schauspielhaus in Stuttgart und haben zunächst eine Einführung in das Stück bekommen. Dabei wurde uns das Bühnenbild, die Skizzen der Kostüme und Rollen vorgestellt. Daraufhin haben wir einen kleinen Einblick in die Welt des Theaters und in den Beruf der Schauspielerei erhalten.
Anschließend durften wir bei einem Teil der Probe von „Der Hexer“ dabei sein. Währenddessen ist uns aufgefallen, dass die Probe nicht fließend wie das endgültige Stück abgelaufen ist, sondern dass spontane Änderungen für die Verbesserung des Stückes vorgenommen wurden und dass Szenen mehrmals wiederholt wurden, bis die Regisseurin mit der Darstellung zufrieden war.
Im Anschluss durften wir den Schauspielern Fragen zu ihren Rollen, ihrem Beruf und ihren Erfahrungen in der Schauspielwelt stellen. Dabei haben wir einen neuen Einblick hinter die Kulissen bekommen.
Uns hat die Probe sehr gefallen, da man sich im Vorhinein nicht viel darunter vorstellen konnte. Obwohl wir wussten was eine Probe bedeutet, hatten wir nie etwas über den konkreten Ablauf dieser erfahren.
Spannend war vor allem die leichte Atmosphäre, die während der Probe den Raum erfüllte. Dabei fiel uns auf, dass die Regisseurin ihre Kritik sehr direkt verfasste und die Schauspieler sie sofort umsetzten. Zusätzlich bemerkten wir, dass die Dynamik der Gruppe der Schauspieler sehr locker und respektvoll war. Darüber hinaus war es sehr interessant zu sehen, dass auch die Schauspieler während einer Szene lachten oder ihren Text vergaßen, was uns zeigte, dass bei der Probe nicht sofort alles perfekt läuft und Fehler am Anfang komplett normal sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Probenbesuch für uns eine sehr tolle und lehrreiche Erfahrung war, die uns einen guten Einblick hinter die Kulissen der Theaterwelt geliefert hat. Außerdem haben wir uns durch den Besuch noch mehr auf die Inszenierung gefreut, da wir sehr gespannt waren, wie das Stück am Ende vollständig aussieht. (Leyla J1)
Theaterbesuch:
Am Freitag, dem 27. März 2026, besuchten wir dann eine Vorstellung der Krimi-Komödie ,,Der Hexer“ von Edgar Wallace im Alte Schauspielhaus Stuttgart.
Zusammengefasst handelt es sich bei dem Hexer um einen typisch britischen Krimi, welcher im Jahre 1925 erstmals als Buch erschienen ist und später dann auch in Theatern aufgeführt wurde. In der deutschen Fassung des Theaterstückes, geht es um die Aufklärung der Identität des Serienmörders
Arthur Milton alias ,,Der Hexer“, hinter dem die Kriminalpolizei Englands schon lange her ist. Nach dem Tod der Sekretärin (Gwenda Milton) des erfolgreichen Anwalts Maurice Messer und der Wiederkehr des vermeintlich toten Hexers nach Deptford, herrscht starkes Chaos bei Scotland Yard. Besonders Mary Elizabeth Langley (genannt Lizzy) hat starkes Interesse am Tod ihrer Freundin Gwenda. Durch ihren Freund Bezirksinspektor Higgs, dem der Fall zugeteilt wurde, ist sie nah am Geschehen und versucht ihr Bestes, den Tod aufzuklären. Ob der Tod der Gwenda Milton und die Rückkehr des Hexers in Zusammenhang stehen und was der suspekte Anwalt Mr. Messer mit allem zu tun hat, durften wir bei unserem Theaterbesuch dann erfahren.
Nachdem wir schon einen kleinen Einblick in die Proben des Theaterstücks erhalten hatten, waren wir sehr gespannt darauf, wie sich vereinzelte Szenen im Verlauf der darauffolgenden Wochen entwickelt hatten. Einige Personen aus dem LTH-Kurs waren sehr gespannt auf die Umsetzung der Kostüme und des Bühnenbilds. Insbesondere auf die besondere ,,britishness“, die uns beim Probenbesuch beschrieben wurde, freuten wir uns und ließ uns alle sehr gespannt darauf werden lassen, wie alles umgesetzt worden ist. Da für viele von uns ,,Der Hexer“ so gut wie unbekannt war, waren unsere Erwartungen sehr
eingeschränkt. Jedoch hatte uns der Probenbesuch schon in eine Richtung gelenkt, die uns gefallen hat. Die Vorfreude war groß!
Als wir das Theaterhaus am 27.03.2026 betraten, begaben wir uns gespannt auf unsere Plätze im Parkett (mit optimaler Sicht auf die Bühne) und ließen das Stück auf uns wirken. Der Gegensatz von düsterem, typisch britischem Setting und die trotzdem amüsanten Textstellen fassten unsere Aufmerksamkeit und die des restlichen Publikums direkt. Ich war persönlich sehr über das Aussehen
der Schauspieler/-innen überrascht, da wir sie bisher nur ohne Kostüm und Perücke gesehen hatten. Der Kleidungsstil ließ mich direkt an England in den zwanziger Jahren denken und war insbesondere durch die Perücken sehr überraschend, aber auch amüsant. Die schicken Mäntel, Anzüge und Kleider wirkten sehr authentisch und ,,posh” was genau zu dem Stück passte. Die extra für die Inszenierung komponierte Musik, verlieh ein echtes Krimi- Gefühl und machte einige Stellen besonders schaurig. Dadurch hatte man trotz der lustigen Stellen auch oft ein mulmiges Gefühl und war echt gespannt
darauf was als nächstes passieren wird.
Das Bühnenbild des Stückes war für mich auch echt außergewöhnlich. Durch eine drehbare Bühnenplatte konnte die Szenerie schnell gewechselt werden und das passte total zum Stück. Das Büro des Bezirksinspektors war sehr schlicht gehalten, aber beinhaltete das Nötigste. Im Gegensatz dazu war das Büro des Anwalts in dem Stück sehr geheimnisvoll und düster.
Insgesamt fand ich das die Schauspieler/-innen ihre Rolle total gut verkörpert haben und man ihnen den Spaß am Spielen, in den Proben und beim Auftritt angesehen hat. Besonders Lizzy‘s spielerische aber trotzdem intellektuelle Art fand ich persönlich sehr gut rübergebracht.
Meine persönlichen Highlights waren bei ,,Der Hexer” die sehr coole Anfangsszene, die an das Intro der Krimifilme erinnerte, und die überraschende Musicalszene der Mrs. Milton. Ebenso fand ich die Inszenierung gut gelungen und eigentlich durchgängig interessant.
Insgesamt lässt sich sagen, dass sich der Theaterbesuch echt gelohnt hat. Der Großteil des Kurses hatte großen Spaß beim Zuschauen und war froh dabei gewesen zu sein. (Saskia J1)
Vergleich Probe und Theaterbesuch:
Die Probe und die fertige Theateraufführung unterschieden sich in einigen Aspekten.
Während bei der Probe noch vieles provisorisch war, wie etwa die Kostüme oder das Bühnenbild, konnten wir bei der Aufführung nun das vollständig ausgearbeitete Gesamtwerk sehen.
Das Zusammenspiel aus Bühnenbild, Kostümen, und der Beleuchtung, vor allem durch das große Fenster am Rand des Bühnenbilds, erzeugten bei der fertigen Inszenierung eine deutlich intensivere, fesselndere Atmosphäre, sodass man als Zuschauer unmittelbar in das Geschehen hineingezogen wurde.
Aber auch bei der Probe hatte vieles bereits sehr ausgereift gewirkt, sodass man an manchen Stellen für einen winzigen Augenblick vergaß, dass es sich nur um eine Probe handelt.
Besonders spannend war es natürlich die Szenen, die wir bereits aus der Probe kannten, nun im Kontext der gesamten Handlung zu sehen.
Die Dialoge oder Handlungen wurden kaum verändert, was vermutlich daran lag, dass unser Probenbesuch so kurz vor der Premiere stattfand.
Dennoch wirkten die Szenen trotz der Vertrautheit durch Kostüme, Licht und den Kontext anders und auf eine gewisse Weise auch „neu“.
Zu Beginn der Aufführung war es teilweise leicht irritierend, die neuen Kostüme zu sehen, da man noch die Versionen aus der Probe im Kopf hatte. Dieser Eindruck verschwand jedoch schnell wieder.
Ebenfalls war es interessant zu beobachten, wie die Schauspieler kleine Details, die während der Probe besprochen wurden, in der Aufführung umsetzten.
Abschließend lässt sich festhalten, dass der Probenbesuch eine aufschlussreiche, bereichernde Erfahrung war, da er uns einen seltenen Blick hinter die Kulissen ermöglichte und zeigte, wie viel Arbeit und Entwicklung hinter einer Theateraufführung steckt und wie wichtig und wirkungsvoll selbst kleinste Details für eine erfolgreiche Inszenierung sind.
Gleichzeitig weckte er auch die Vorfreude auf die Aufführung, die ebenfalls ein sehr gelungener und unterhaltsamer Abend war.